Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche

Internationale Ebene

  • UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK):
    Art. 12 (1): Berücksichtigung des Kinderwillens
    Art. 13 (1): Meinungs- und Informationsfreiheit
    Art. 14 (1): Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
    Art. 15 (1): Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit
    Art. 27 (1): Angemessene Lebensbedingungen
    Art. 31 (1): Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben
    Mehr Infos und die Konvention unter:
    UN-Kinderrechtskonvention

  • In den Broschüren zur „UN-Konvention über die Rechte des Kindes“ vom Deutschen Kinderschutzbund erfahren Kinder in einfacher Sprache, welche Rechte sie haben. „Meine Rechte“ gibt es für drei Altersstufen:

    • für Vorschulkinder und Schulanfänger (Teil I, 5- bis 8-jährige)
    • für Schulinder (Teil II, 9- bis 12-jährige)
    • für Jugendliche (Teil III, 13- bis 18-jährige)

    Kostenlos zu bestellen beim Kinderschutzbund unter
    Kinderschutzbund Ludwigsburg

  • Agenda 21: Die Agenda 21 wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio verabschiedet und ist das gemeinsame Programm von 179 Ländern für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Welt.
  • In Kapitel 25 der Agenda 21 wird die Wichtigkeit der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in umwelt- und entwicklungspolitische Entscheidungsprozesse betont. Beteiligung in diesem Zusammenhang wird als Bedingung dafür genannt, der Agenda 21 zum langfristigen Erfolg zu verhelfen.

Europäische Ebene

Auch auf der europäischen Ebene wurde in den letzten Jahren die Partizipationsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche genauer definiert und rechtlich verankert.
Es gibt die “Europäische Charta der Rechte des Kindes”, welche an die UN-Kinderrechtskonvention angelehnt ist. Weitere Informationen unter:

Nationale Ebene

Nicht nur allgemeingültige Regelungen wie das Grundgesetz (GG) oder das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) bilden die Rahmenbedingungen auf Bundesebene für Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Auch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) spezifiziert die Möglichkeiten der Jugendbeteiligung.

  • KJHG (Kinder und Jugendhilfegesetz)
    § 1 (3) Nr. 4: Aufgabe der Jugendhilfe, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und Familien zu schaffen
    § 5 (1): Wunsch- und Wahlrecht
    § 8: Beteiligungsparagraph
    § 11 (1): Jugendarbeit, Beteiligung der Jugendlichen
    § 36 (2): Beteiligung beim Hilfeplan
    § 80 (1) Nr. 2: Bedarfsermittlung der JH-Planung unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und Personensorgeberechtigten
    Kindex Kinderlexikon

GG (Grundgesetz)
Artikel 1: Unantastbarkeit der Würde
Artikel 2: Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit
Artikel 3: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“
Artikel 17: Anhörungs- und Petitionsrecht
Grundgesetz

  • BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)

§ 1626 (2): Elterliche Sorge
§ 1671 (2): Trennung / Scheidung
§ 1746 (1): Adoption
§ 887 (2): Betreuer / Verein
Bürgerliches Gesetzbuch

Kommunale Ebene

  • Änderung von § 41a der Gemeindeordnung
    Im Herbst 2015 hat der Landtag per Gesetzesänderung die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen gestärkt.
    Bisher war Jugendbeteiligung eine Kann-Bestimmung.
    Seit 1.Dezember 2015 gilt nun die neue Gemeindeordnung, wonach Städte und Gemeinden Jugendliche an kommunalpolitischen Entscheidungen beteiligen müssen – und Kinder zumindest beteiligt werden sollen.

    Auszug aus der Gemeindeordnung Baden-Württemberg § 41a GemOrdnung:
    (1) Die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen. Dafür sind von der Gemeinde geeignete Beteiligungsverfahren zu entwickeln. Insbesondere kann die Gemeinde einen Jugendgemeinderat oder eine andere Jugendvertretung einrichten. Die Mitglieder der Jugendvertretung sind ehrenamtlich tätig.
    (2) Jugendliche können die Einrichtung einer Jugendvertretung beantragen. Der Antrag muss
    in Gemeinden mit bis zu 20 000 Einwohnern von 20,
    in Gemeinden mit bis zu 50 000 Einwohnern von 50,
    in Gemeinden mit bis zu 200 000 Einwohnern von 150,
    in Gemeinden mit über 200 000 Einwohnern von 250   
    in der Gemeinde wohnenden Jugendlichen unterzeichnet sein.
    Gemeindeordnung Baden-Württemberg

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Kinder und Politik

  • Kinder-Ministerium des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Auf dieser Seite erfährst du zum Beispiel, wie der Bundestag gewählt wird oder welche Rechte du als Kind hast.
    www.kinder-ministerium.de
  • Kindernachrichten
    Warum fürchten wir uns vor Spinnen und was ist eigentlich am 11. September passiert? Viele interessante Dinge kannst du hier ganz einfach erklärt nachlesen.
    www.kinder-nachrichten.de
  • Kinderhomepage des Auswärtigen Amts
    Alles zum Thema Europa, Umweltschutz und Afrika – und noch vieles mehr.
    www.kinder.diplo.de
  • GLOBO-Quiz – wo liegen Ruanda, Thailand oder Argentinien?
    Im GLOBO-Quiz der LpB kannst du dein Wissen testen.
    GLOBO-Quiz
  • Kinderecke Europa
    Europäische Union – worum geht es da eigentlich? Hier findest du die Antworten.
    europa.eu/kids-corner

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Studie: Jugendbeteiligung BW

 

Studie zur kommunalen Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg 2015

Download der Studie als PDF ( 4,8 MB)

 
 
 
 
 

Beteiligungs-Dings Beratungspaket

 

Angebots-Flyer "Beratungspaket" für Kommunen, die Unterstützung und Expertise im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung suchen. Die vier Module sind einzeln buchbar und orientieren sich an Ihren Bedürfnissen.
Download Flyer (1,5 MB)

 
 
 
 
 

Teamer*innen gesucht

 
Sreenshot der Webseite Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung BW

Im Rahmen unserer Erstwählerkampagne suchen wir gemeinsam mit unserer Kooperationspartner, dem Landesjugendring und der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung BW, Teamende.
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